10-07-2009
GENO Bioenergie Erste GmbH & Co. KG - Biogaspark Penkun
Dubiose Trittbrettfahrer
Unsere fortlaufende Berichterstattung wird nun von verschiedenen Anwaltskanzleien aufgegriffen, welche versuchen von der derzeitigen Situation zu profitieren. Mit Internethinweisen, Anlegeranschreiben und plakativen Aussagen gegenüber regionalen Pressevertretern, durch die solche Anwälte dann in Berichten zitiert werden, sollen Kunden angelockt werden. Wir haben hieraus resultierende Berichte regionaler Zeitungen exemplarisch beigefügt. Anleger berichten aber auch, dass von rechtswidrigen Anrufen nicht zurückgeschreckt wird. Verunsichern, viele Aufträge gewinnen und damit Einnahmen generieren, scheint die Devise. Aber das ist nichts Neues. Hierzu verweisen wir auf einen beigefügten Artikel aus der Wirtschaftswoche.
Verwendete Plakativaussagen
Bisher bekannte Aussagen:
Es sei schon immer fraglich gewesen, ob hier tatsächlich 40 Anlagen errichtet wurden.
Die jährlich benötigten 300.000 Tonnen Fütterungsstoffe seien gar nicht zu beschaffen.
Stellungnahme Doric
Beide Aussagen sind unrichtig. Tatsache ist:
Alle 40 Biogasanlagen sind bis Ende 2008 als Einzelanlagen vergütet worden. Die Anlagenkonzeption war unterschiedlichsten Parteien, wie Aufsichtsbehörden, Energieversorgern, den Wirtschaftsprüfern der verschiedenen beteiligten Unternehmen, vollumfänglich bekannt. Die Netzbetreiber haben sich im Detail mit der Anlagenkonzeption auseinandergesetzt und die Gebühren entsprechend Einzelanlagen geleistet. Anlagenkonzeptionen - wie in Penkun - sind in Deutschland an rund 300 Standorten in ähnlicher Form umgesetzt worden. Die Behauptung, es sei absehbar gewesen, dass der Gesetzgeber rückwirkend in das Vergütungsregime des EEG eingreift, unterstellt, dass hier kollektiv das Risiko erheblicher Fehlinvestitionen sehenden Auges in Kauf genommen wurde. Auf die vor dem 31. Dezember 2008 abgeschlossenen Sachverhalte sind die neuen Regelungen übrigens eben nicht anwendbar.
Im Jahr 2008 hat der Biogaspark unter Volllast mit ausreichender Menge Maissilage, Getreide, Strohsilage (wird in Zukunft aus ökologischen Gründen zugunsten des Getreides erhöht) und Gülle (seit Ende 2008 wird aus ökologischen Gründen keine Gülle mehr verwendet) Energie produziert. Der Biogaspark wurde im Jahr 2008 nachweislich mit mehr als 375.000 Tonnen aus der Region versorgt. Mecklenburg-Vorpommern hat eine Flächenausdehnung von 23.178 km², wovon 14.813 km² (= 1.481.300 ha) Landwirtschaftsfläche sind. Für den Anbau von Fütterungsstoffen für den Biogaspark werden rund 11.000 ha benötigt. Dies entspricht nur 0,7% der landwirtschaftlichen Fläche in Mecklenburg-Vorpommern.
Daher sprechen allein die Behauptungen in den Presseberichten zur Parkversorgung für sich.
Presseartikel
Wie geht es weiter?
Siehe hierzu das Doric Asset Finance Informiert vom 30. Juni 2009.