Abstandszahlung
Festgelegte Zahlung, die zu leisten ist, falls man von bestimmten vertraglichen Regelungen Abstand nehmen möchte, z.B. die Nichtausübung einer Verlängerungsoption.
Asset Management
Der Asset Manager betreut den Fonds und das Objekt ab der Strukturierung. Hierzu gehören die Optimierung und das aktive Management der Objektperformance genauso wie die sich aus der Fondskonzeption ergebenden Informations- und Berichtsanforderungen.
Ausschüttung
Partizipation der Anleger am Erfolg der Gesellschaft. Ausschüttungen setzen sich aus Liquiditätsüberschüssen und anrechenbaren Zinsen aus der Anlage liquider Mittel zusammen. Teilweise können darin auch Kapitalrückzahlungen enthalten sein.
Bankenservice
Der Bankenservice ist für die Mitgliedsbanken des Genossenschaftlichen FinanzVerbundes die zentrale Anlaufstelle für sämtliche Fragen rund um das Thema „Abwicklung von Beteiligungsangeboten“. Sein Aufgabenbereich erstreckt sich von der technischen Erfassung eingehender Beitrittserklärungen im Vertrieb der GVA GENO-Vermögens-Anlage-GmbH bis hin zur laufenden aktuellen Informationsversorgung der vermittelnden Banken zu platzierten Beteiligungsangeboten.
Beteiligung / Beteiligungsangebot
Siehe Fonds, geschlossene.
Beteiligungsgesellschaft
In der Regel eine zu ganz bestimmten Zweck gegründete Gesellschaft (z.B. Erwerb und Verwertung eines Wirtschaftsgutes wie Immobilie oder Schiff), an der sich Anleger. beteiligen können.
Charter, chartern
Mieter oder Pächter eines Schiffes für einen festgelegten Zeitraum (time charter) oder eine Strecke (trip charter/voyage charter).
Controlling
Beschaffung, Aufbereitung und Analyse von Daten (z.B. Soll-Ist-Abgleich) zur Vorbereitung zielsetzungsgerechter Entscheidungen.
Eigenkapital
Eigenkapital zählt zu den Finanzierungsmitteln eines Unternehmens. Es entsteht durch Einzahlungen bzw. Vermögenseinbringung der Eigentümer.
Emissionsprospekt
Ein Emissionsprospekt oder Verkaufsprospekt ist ein Dokument, das begleitend zu der Emission einer Beteiligungsmöglichkeit erstellt und veröffentlicht wird.
Ein Emissionsprospekt enthält alle Angaben zu dem angebotenen Investitionsgut und zum Anbieter (Emittenten), die nach der jeweils gültigen Gesetzgebung (in Deutschland: nach dem Wertpapier-Verkaufsprospektgesetz) vorgeschrieben sind. Er dient dazu, die potenziellen Investoren über alle Eigenschaften, Chancen und Risiken der Anlage zu informieren.
Erfolgsabhängige Vergütung
Vergütung, die vom Eintreffen bestimmter Voraussetzungen (z.B. Erfolgsindikatoren) abhängt.
Fonds, geschlossene
Es wird unterschieden zwischen geschlossenen und offenen Fonds. Geschlossene Fonds zeichnen sich dadurch aus, dass der Investitionsumfang bereits vorher fixiert und die Zahl der Anleger damit begrenzt ist. Sobald das benötigte Eigenkapital eingeworben wurde, wird der Fonds geschlossen; ein Beitritt ist dann nicht mehr möglich. Beim offenen Fonds können die Fondsanteile jederzeit ge- oder verkauft werden.
Fondsverwaltung
Siehe Fondsverwaltung.
Fremdkapital
Finanzierungsmittel des Unternehmens (entsprechend Eigenkapital); es ist jedoch zeitlich befristet und mit Zinszahlungen und Tilgung unbedingt zu bedienen. Die Fremdkapitalquote gibt an, wie hoch der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital ist.
Investitionsplan
Planrechnung. Weist die Verwendung der Mittel in der Investitionsphase wie auch deren Herkunft und Finanzierung aus.
Kapitalrückzahlung
Rückführung des vom Anleger eingesetzten Kapitals, z.B. im Wege von Ausschüttungen.
Konzeption
Siehe: Konzeption|Strukturierung.
kumuliert
(von lat. cumulus: Anhäufung) schrittweises aufaddieren; kumulierte Ausschüttungen sind alle Ausschüttungen, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt stattgefunden haben.
Laufzeit
Beteiligungsdauer eines Fonds, die meist nur prognostiziert werden kann, da diese in die Zukunft gerichtet ist.
Leasing
Ein Leasing-Geber überlässt dem Leasing-Nehmer (z.B. Privatperson, Unternehmen), für eine bestimmte Zeit ein von diesem ausgesuchtes Anlagegut zum freien Gebrauch und erhält dafür vom Leasing-Nehmer in monatlichen Raten eine im Voraus berechnete Leasingrate.
Leistungsbilanz
Möglicher Maßstab zur Bewertung des Erfolges eines Unternehmens / im speziellen eines Initiators von geschlossenen Beteiligungsangeboten. Gegenüberstellung von prospektierten und realisierten Erfolgsfaktoren (Soll-Ist-Abgleich).
Liquiditätsmanagement
Es umfasst sämtliche Aufgaben und Maßnahmen, die zur Sicherung der Liquidität und zur Erreichung höchster Effizienz im Zahlungsverkehr durchgeführt werden. Es geht dabei über eine reine Finanzverwaltung hinaus, da hier eine aktive, zielorientierte Steuerung der Liquidität vorgenommen wird mit dem Ziel der Sicherstellung und Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bei gleichzeitiger Ertragsmaximierung aus der ggf. kurzfristigen Anlage der liquiden Mittel.
Mindestbeteiligung
Der vom Anleger zu zeichnende Anteil, der einem definierten Mindestbetrag entspricht.
MSN
Abkürzung für Manufacturer's Serial Number, eng., Seriennummer.
Objektgesellschaft
Siehe Beteiligungsgesellschaft
operative Kosten
Kosten, die durch den Betrieb, die Nutzung oder die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit eines Wirtschaftsgutes entstehen; davon abzugrenzen sind Kosten, die durch die Art und Weise der Finanzierung des Wirtschaftsgutes entstehen, z.B. Fremdkapitalkosten wie Zinsen.
p.a.
Abkürzung für per annum, lat., pro Jahr.
Portfolio
Zusammensetzung des Vermögens einer Gesellschaft oder einer Privatperson.
Property Management
Der Property Manager ist für die direkte Verwaltung der Immobilie zuständig. Er kümmert sich um Mieterbetreuung, Zustand der Immobilie und Anlage, etc.
renditeorientiert
Gegensatz zu: steuerorientiert. D.h. der Erfolg der Beteiligung orientiert sich an deren tatsächlich geleisteten Rückflüssen an den Anleger, nicht an möglichen Steuerspareffekten über steuerliche Verlustzuweisungen.
Risk Management
Die Begrenzung von Risiken aus einer Handelstätigkeit durch Kontrollmechanismen und Diversifikation, sowie Absicherung der Positionen.
Strukturierung
Siehe Konzeption|Strukturierung.
Varianzanalyse
(in diesem Zusammenhang auch Abweichungsanalyse oder Sensitivitätsanalyse genannt) Untersuchung wie sich Abweichungen von Variablen (einzeln oder gemeinsam) auf das Gesamtsystem auswirken.
Zeichnung
Mit der Zeichnung eines Anteils gibt der Anleger ein Angebot ab, in welcher Höhe er sich an der Vermögensanlage beteiligen möchte.
Zinsbegrenzungsgeschäft
Geschäft, i.d.R. zum Abschluss eines Derivates zur Zinsbindung oder Zinsbegrenzung (Zinsschranke).
Zinsbindung
Zeitraum, über den der Zinssatz für die im Rahmen der Fremdfinanzierung aufgenommenen Darlehen entweder fest vereinbart oder mittels Derivat gesichert ist.
Zweitmarkt
Im sog. Zweitmarkt werden Anteile von geschlossenen Fonds von "Ersterwerbern" an "Zweiterwerber" veräußert. Der Handel mit Zweitmarkt-Fondsanteilen ist eingeschränkt, da kein geregelter Markt existiert. Es bilden sich jedoch immer mehr solcher Zweitmarktplattformen, die zum Teil von Initiatoren für geschlossene Beteiligungsangebote organisiert werden. Ziel ist die Fungibilität (also Handelsfähigkeit) einer Beteiligung im geschlossenen Fondsbereich zu erhöhen.
